Verlegeanleitung

Sicherheitsvorschriften

Prinzipiell sind bei allen Bauvorhaben die örtlichen Bauvorschriften, das Regelwerk des Deutschen Dachdeckerhandwerkes sowie unsere Verlegeanleitung zu berücksichtigen.
Bei den Dachkonstruktionen muss eine ausreichende Be- und Entlüftung gemäß DIN 4108 zur Vermeidung von Schwitzwasser und Wärmestaubildung sichergestellt werden.
Die Bitumenwellplatten sind nicht begehbar. Bei Dacharbeiten und –begehungen sind Vorrichtungen, wie gewichtsverteilende Laufbretter, vorzusehen.

Unterkonstruktion

Die Deckung von Bitumenwellplatten erfolgt auf Lattung, wobei die Lattenabstände von der Dachneigung abhängig sind.

Nachstehende Dachlatten- oder Pfettenabstände sind zu berücksichtigen:
Dachneigung < 10° <= 33 cm
Dachneigung >= 10° <= 46 cm
Dachneigung >= 15° <= 50 cm

Verlegeanleitung

Die Bitumenwellplatten eignen sich für Dacheindeckungen mit einer Neigung von 10 – 85 Grad. Sie werden entgegen der Hauptwetterrichtung in versetzter Anordnung und von unten nach oben verlegt. Dabei sollte jede zweite Anfangsplatte halbiert werden, um eine 4-fach-Überdeckung zu vermeiden. Die Befestigung erfolgt durch Nagelung auf den Wellenbergen mit den feuerverzinkten Drahtstiften mit PVC-Kopf. Sie werden senkrecht zur Dachneigung auf dem Wellenberg in die Unterlattung genagelt, bis der PVC-Kopf die Platte berührt, sie jedoch nicht beschädigt.

Verlegehaus mit Nummern

Bei der Seitenüberdeckung sollte die äußerste Welle schräg genagelt werden. Die Nagelung erfolgt auf jedem zweiten Wellenberg. An der Traufe, bei der Höhenüberdeckung sowie bei der Verwendung von Giebelwinkel und Firsthauben wird auf jedem Wellenberg genagelt. Die Bedarfsmenge an Nägeln pro Platte beträgt ca. 20 Stück.

Seitenüberdeckung

Normalerweise sollte die Seitenüberdeckung eine Welle betragen. Bei Dachneigungen unter 10 Grad und in schnee- und windreichen Gebieten wird eine Seitenüberdeckung von zwei Wellen empfohlen.

Mann auf dem Dach

Höhenüberdeckung

Normalerweise sollte die Seitenüberdeckung eine Welle betragen. Bei Dachneigungen unter 10 Grad und in schnee- und windreichen Gebieten wird eine Seitenüberdeckung von zwei Wellen empfohlen.

Dachneigung < 10° <= 20 cm
Dachneigung >= 10° <= 16 cm
Dachneigung >= 15° <= 14 cm

Traufe

An der Traufe werden die Bitumenwellplatten auf jedem Wellenberg genagelt. Der freie Überstand darf maximal 5 cm betragen. Falls die Wellenberge nicht für die Belüftung der Dachflächen offen bleiben sollen, können diese mit unserer Schaumstoffzahnleiste verschlossen werden. Für eine ausreichende Belüftung müssen somit Dachentlüftungselemente verwendet werden.

Ortgang

An der Traufe werden die Bitumenwellplatten auf jedem Wellenberg genagelt. Der freie Überstand darf maximal 5 cm betragen. Falls die Wellenberge nicht für die Belüftung der Dachflächen offen bleiben sollen, können diese mit unserer Schaumstoffzahnleiste verschlossen werden. Für eine ausreichende Belüftung müssen somit Dachentlüftungselemente verwendet werden.

First

Im Firstbereich enden die Bitumenwellplatten ca. 5 cm unter der Firstscheitellinie. Die Firstausbildung kann mit der einteiligen Firsthaube vorgenommen werden, wobei die Schenkel der Firsthaube ausreichend die Platten überdecken. Die Überdeckung der Firsthauben untereinander sollte mindestens 10 cm betragen. Die Firsthaube wird beidseitig auf jeden Wellenberg genagelt. Der Raum zwischen dem Wellental und der Firsthaube sorgt für eine ausreichende Hinterlüftung der Dachflächen. Dieser kann ebenfalls mit unserer Schaumstoffzahnleiste abgedichtet werden, wobei eine ausreichende Be- und Entlüftung gemäß dem Regelwerk des Deutschen Dachdeckerhandwerkes sichergestellt werden muss.

Lagerung

Die Bitumenwellplatten müssen bis zur Verarbeitung trocken und sauber gelagert werden. Wir übernehmen keine Haftung für Schäden, die durch Nässe oder Feuchtigkeit aufgrund mangelhafter Abdeckung der Palette entstehen.

Zeichnung Firsthaube

Ermittlung der Bedarfsmenge

Zum Beispiel:
Dachfläche von 4 x 8m = 32m²
32m²/1,6m² Nettofläche = 20 Bitumenwellplatten
20 Platten x ca. 20 Nägel = 400 Nägel

Farb- und Größenabweichungen innerhalb unserer Toleranzen vorbehalten.
Unsere Bitumenwellplatten gelten als normalentflammbarer Baustoff (Klasse E nach DIN EN 13501-1:2007+A1:2009).
Das allgemeine bauaufsichtliche Prüfzeugnis P-MPA-E-13-513 des Materialprüfungsamtes NRW können wir Ihnen gerne auf Anfrage zukommen lassen.
Die Bitumenwellplatten dürfen nur in Deutschland verarbeitet und verbaut werden.

Rechenbeispiel

Hier finden Sie eine Verlegeanleitung der Bitumenwellplatte ECONOMY zum Download [pdf].